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Der Toba
auf der Insel Sumatra (Indonesien) ist einer der 5, nach anderen
Bewertungen etwa 12 Supervulkane, die es auf der Welt gibt; er
gilt sogar als der grösste von allen. Er ist z.Zt. stabil
ruhend, hat aber vor ca. 70.000 Jahren durch seinen gigantischen
Ausbruch das Antlitz der Erde umfassend verändert. Dieses
Ereignis gilt als der grösste Vulkanausbruch der vergangenen
zwei Millionen Jahre. Die Eruption des Taupo auf Neuseeland
war zwar ebenfalls ein ausserordentlicher Ausbruch, allerdings
nicht halb so gross. Dafür fand sie aber auch erst vor 22.000
Jahren statt.
Die Explosion
des Vulkans Toba riss die Erde auf mehr als 100 Kilometer auf.
Die Aschenwolke verdunkelte jahrelang den grössten Teil der
Erde und führte zu einer erheblichen globalen Klimaveränderung.
Besonders Afrika war von der Aschenwolke betroffen, der
Kontinent, auf dem sich die Menschen in erster Linie entwickelt
hatten. Die durchschnittliche Temperatur auf der Erde fiel
möglicherweise um 3 - 10 oder (nach anderen Modellen) gar
20° ab, wie aus Bohrkernen herauszulesen ist. Es ist aber
wohl schwierig, solche Bohrkerne richtig und zuverlässig
zu interpretieren.
Die Toba-Eruption
gilt als gut erforschtes Ereignis. Man weiss recht genau darüber
Bescheid, wie die ganze Sache sich abgespielt haben muss und welche
Auswirkungen sie hatte. Aber natürlich ist das letztlich
doch alles Theorie bzw. Computersimulation, denn
der moderne Mensch hat so ein Ereignis eben noch nicht erlebt.
Man muss versuchen,
die neueren Geschehnisse, wie den Ausbruch des Mount St. Helen
in den USA oder des Pinatubo 1991 auf den Philippinen hochzurechnen
bzw. die Vorgänge in der Praxis zu begreifen, um halbwegs
realistische Modelle eines Supervulkan-Ausbruchs errechnen zu
können.
Für Ihr
eigenes Leben und das Ihrer Kinder brauchen Sie übrigens
in dieser Beziehung nicht viel Angst zu haben: Ein Toba-ähnliches
Ereignis tritt nur etwa alle 500.000 Jahre auf.
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